B2B / Content & Kommunikation
Eine laufende B2B-Content-Arbeit, bei der Strategie und Umsetzung bewusst nicht voneinander getrennt werden. Simply Dom bestimmt die Linie mit, produziert selbst vor Ort, lässt vorbereitende Arbeit parallel laufen, überträgt Material auf die passenden Kanäle und wacht darüber, was letztlich veröffentlicht wird.
Die Ausgangssituation
Die Anfrage begann nicht bei einem Mangel an Ideen — im Gegenteil, es passierte gerade viel. Neue Produkte, kommerzielle Momente, technisches Wissen, Menschen vor Ort: Es gab fortwährend Material, das zu Kommunikation werden konnte.
Das Schwierigste war etwas anderes: dafür zu sorgen, dass all diese Momente zusammen weiterhin eine Marke bildeten. Ein gutes Produktvideo hilft wenig, wenn die Copy daneben eine andere Richtung einschlägt. Und ein Content-Kalender löst wenig, wenn das, was wirklich interessant ist, erst sichtbar wird, sobald man vor Ort steht.
Strategie wurde deshalb nicht als die Phase vor der Produktion behandelt — sie musste während der Produktion weiter mitwirken.
Die geschäftliche Fragestellung
Es reichte nicht zu sagen, WAS kommuniziert werden musste. Es musste auch geliefert werden: Material sammeln, vor Ort präsent sein, Foto und Video machen, auswählen, schneiden, schreiben, verschiedene Versionen erstellen, veröffentlichen — und dabei fortlaufend beurteilen, ob das Produzierte noch zur selben kommerziellen und redaktionellen Linie passte.
Es kam noch etwas hinzu: Nicht jede Content-Produktion ist vorab vollständig vorhersehbar. Manchmal erweist sich vor Ort eine andere Geschichte als stärker als die geplante. Manchmal erklärt ein Mitarbeiter in einem Satz, wo der eigentliche technische Mehrwert liegt — klarer als das vorab geschriebene Briefing.
Die Produktion musste also organisiert sein, ohne die Planung blind auszuführen.
Die Entscheidungen
Die wichtigste Entscheidung war, Strategie und Umsetzung nicht in getrennte Welten zu stecken. Es gibt eine inhaltliche Linie und eine Planung, aber sie müssen Raum lassen, um auf das zu reagieren, was wirklich passiert.
Eine zweite Entscheidung war, dass nicht jedes Content-Stück dieselbe Produktionskette braucht. Manchmal genügt ein Smartphone, für anderes Material sind Kamera, Drohne oder separates Audio sinnvoll. Die Wahl folgt der Geschichte und dem Kanal — nicht dem Material, das zufällig in der Tasche liegt.
Auch die Aufteilung der Arbeit wurde darum herum aufgebaut. Was parallel geschehen kann, muss nicht künstlich bei einer Person bleiben: Vorbereitung, Auswahl und Vorschnitt können bereits laufen, während andere inhaltliche Entscheidungen getroffen werden.
Die finale Frage bleibt immer dieselbe: Passt das zu dem, wofür die Marke stehen will, und zum kommerziellen Kontext, in dem es erscheint?
Meine Rolle
Wir übernehmen die gesamte Strecke zwischen Idee und Veröffentlichung. Das beginnt mit Beobachten und Planen: Welche kommerziellen Momente stehen an, welche Produkte oder Themen verdienen Aufmerksamkeit, wo müssen wir präsent sein?
Danach folgt die Produktion. Vor Ort arbeiten wir mit dem, was nötig ist — Kamera und Smartphone, Drohne, wo die Perspektive wirklich etwas bringt, Audio, wenn die Geschichte es verlangt —, ohne bei jedem Auftrag jedes Instrument hervorzuholen.
Das Rohmaterial durchläuft danach einen festen Produktionsablauf. Henri wirkt bei Vorbereitung und Vorschnitt mit: Bilder werden eingeladen, ausgewählt und technisch vorbereitet, während die inhaltliche Beurteilung weiterläuft. Ich wache über die redaktionelle Linie, die finale Auswahl, Copy, Kanalanpassung und den kommerziellen Kontext dessen, was nach außen geht. Diese Arbeit muss nicht in einem einzigen Paar Hände bleiben, solange das Ergebnis aus einer Richtung kommt.
Auch Technologie ist Teil dieser Arbeitsweise. Unser Mac-Workflow erlaubt es, sich schnell zwischen Location, Auswahl und Schnitt zu bewegen; je nach Material arbeiten wir unter anderem mit CapCut Pro, DaVinci Resolve und LumaFusion. KI setzen wir dort ein, wo sie wirklich Zeit oder Qualität bringt — Recherche, Transkription, Informationen strukturieren, Versionen challengen, Kontrollen durchführen — nie als automatische Chefredaktion einer Marke. Die Werkzeuge unterscheiden sich, die Verantwortung nicht.
Die Umsetzung
Ein Drehtag endet nicht, wenn die Kamera wieder in der Tasche liegt — dort beginnt die nächste Phase. Material wird ausgewählt und vorbereitet, es wird entschieden, was ein starkes eigenständiges Content-Stück werden kann und was sich in mehreren Versionen nutzen lässt. Video bekommt Rhythmus, Audio wird bereinigt, Copy wird geschrieben und an den Kanal angepasst.
Ein LinkedIn-Post ist keine ausgeschriebene Reel-Caption, und ein vertikales Instagram-Video braucht nicht denselben Schnitt wie eine YouTube-Version. Was auf dem einen Kanal die Hauptsache ist, bildet anderswo manchmal nur den Kontext. Das Material wird also nicht einfach „fertiggestellt“ — es wird übersetzt, und danach auch tatsächlich veröffentlicht und nachverfolgt.
Was funktioniert, wo steigen Menschen aus, welche Frage kommt wieder, und was machen wir beim nächsten Mal anders? Diese Information fließt zurück in die nächste Runde.
Bewusst nicht gemacht
Kein Strategiedokument abliefern und die Produktion danach beim Kunden abladen.
Kein Content erstellt, nur weil der Plan sagt, dass heute etwas online muss.
Keine Drohne eingesetzt, nur weil Drohnenaufnahmen spektakulär wirken.
Kein Trend verfolgt, der inhaltlich nichts bringt.
Keine identische Copy auf jeden Kanal geklebt.
Kein KI-Ergebnis direkt veröffentlicht, nur weil es grammatikalisch korrekt klingt.
Und kein Produktionsprozess aufgebaut, in dem Geschwindigkeit wichtiger wird als Wiedererkennbarkeit.
Schnell arbeiten ist nützlich. Nicht, wenn die Marke dabei verloren geht.